Wie Wissen zu Erfahrung wird

Hallo zusammen,

vielleicht kennt Ihr diese Momente, in denen man ein Sprichwort liest, mit dem man sich stark identifizieren kann. Man nickt zustimmend, seuft einmal auf, und dann geht’s weiter mit dem Alltag.

Und manchmal gibt es diese Momente, in denen einem die Erfahrung mitteilt, was es mit einem solchen Sprichwort wirklich auf sich hat.

Ich hatte heute einen an sich guten, in einer Hinsicht aber recht frustrierenden ersten Tag im neuen Semester. Es handelt sich um eine immer wiederkehrende Herausforderung im Studienalltag, und mit „Alltag“ meine ich wirklich „alle Tage“ (die ich in der Uni verbringe).
Ich weiß nicht, wie es dazu kam, doch während ich daliege und über das Geschehene nachdenke, spült sich ein chinesisches Sprichwort an meine geistige Oberfläche, welches ich vor ein paar Tagen gelesen habe: „Gain power by accepting reality“.
Schlagartig breitete die Erkenntnis sich in mir aus und durchdringt jede Faser meines Seins; es ist, als würden Millionen winziger Enden sich zu einem kraftvollen, hell leuchtenden Faden zusammenspinnen, welcher die Erkenntnis in mein Wesen einwebt.

Diese einfache Wahrheit eröffnet so unglaublich viele Möglichkeiten, sie begleitet mich von nun an jeden Tag. Natürlich, vor allem auf dem spirituellen Pfad stoßen die meisten Menschen sehr schnell auf die Einsicht darin, wie wichtig es ist, die Dinge so zu akzeptieren, wie sie sind, bevor man sie verändern kann. Manchmal jedoch braucht es einen bestimmten Kontext – und vor allem die Erfahrung! – damit eine Weisheit zu meiner Weisheit wird.

Es ist nicht einfach nur notwendig, die Dinge zu akzeptieren, wie sie sind, um sie zu verändern. Sich den Tatsachen zu stellen setzt auch jene Energie frei, die wir vorher darauf verwendet haben, die Dinge zu bekämpfen, die wir nicht akzeptieren wollten.

Somit liegen neue Energien frei, und der Studienalltag gestaltet sich fortan ein wenig heller. Ich freue mich auf die nächste Vorlesung – und auf die nächste Erfahrung, auf die nächste Begegnung mit den Dingen, deren Annahme mir fortan Kraft verleiht!

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Über elassius

Ich bin ein "Endzwanziger" und habe Wirtschaftspsychologie an der Business School Berlin-Potsdam studiert. Die Themen, die mich im Leben besonders beschäftigen, haben stets mit dem "Dazwischen" zu tun, mit dem Erkunden von Grenzen und dem Verbinden von (vermeintlichen) Gegensätzen. In meiner Ausrichtung als Wirtschaftspsychologe spielt zum einen die Morphologische Psychologie eine Rolle, sowie die Systemtheorie. Beide Ansätze führen zu einer Haltung, in der der Berater eher Begleiter als Instrukteur ist - vor allem, weil Letzteres ineffektiv ist. Kernthemen meiner persönlichen Ausrichtung sind v.a. Organisationspsychologie und Führung sowie Coaching. Darüber hinaus beschäftige ich mich viel mit allerlei anderen Themen, v.a. Geschichte, asiatische Philosophie und Kriegskunst, Spiritualität, Musik und vielem mehr.
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