Biomineralwasser! Von glücklichen Gletschern aus Freilandhaltung!

Von nun an gibt es Biomineralwasser. Großartig, nicht wahr?

Nein, im Ernst, interessant daran finde ich die Wirkung, die mit dem BIO-Siegel auf dem entsprechenden Mineralwasser beabsichtigt ist. Vermutlich besteht zwischen ihr und der tatsächlichen Wirkung auf den Kunden eine große Diskrepanz.

Da auch Milch aus Chile aus einem Mangel an Kontrolle als „BIO“-Gut verkauft werden darf, ist das BIO-Siegel ohnehin stark eunuchenverdächtig (das Ökosiegel dagegen ist schon etwas solider). Ob eine Klage durch mehrere Instanzen die Sache seriöser macht, wage ich zu bezweifeln. Mal ganz abgesehen davon stellt sich die Frage, ob die damit verbundene PR wirklich zu höherem Konsum führt – bei mir zu erhöhter Belustigung.

An potenzielle Konsumenten oder auch Marketinginteressierte unter Euch: könnt Ihr das Ernst nehmen?

Update: Mit diesem Link möchte ich die Rubrik „Kritische Marketingfehlschläge“ eröffnen.
Kurze Zusammenfassung: Das „Biomineralwasser“ ist nicht signifikant besser, sondern sehr Mineralstoffarm und hat einen leichten Plastikgeschmack, dank PVC/Weichmacher. Na dann: Prost!

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Über elassius

Ich bin ein "Endzwanziger" und habe Wirtschaftspsychologie an der Business School Berlin-Potsdam studiert. Die Themen, die mich im Leben besonders beschäftigen, haben stets mit dem "Dazwischen" zu tun, mit dem Erkunden von Grenzen und dem Verbinden von (vermeintlichen) Gegensätzen. In meiner Ausrichtung als Wirtschaftspsychologe spielt zum einen die Morphologische Psychologie eine Rolle, sowie die Systemtheorie. Beide Ansätze führen zu einer Haltung, in der der Berater eher Begleiter als Instrukteur ist - vor allem, weil Letzteres ineffektiv ist. Kernthemen meiner persönlichen Ausrichtung sind v.a. Organisationspsychologie und Führung sowie Coaching. Darüber hinaus beschäftige ich mich viel mit allerlei anderen Themen, v.a. Geschichte, asiatische Philosophie und Kriegskunst, Spiritualität, Musik und vielem mehr.
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3 Antworten zu Biomineralwasser! Von glücklichen Gletschern aus Freilandhaltung!

  1. Tjeika schreibt:

    Nein. Klares Nein. Aber mal ehrlich, wer kauft denn bitte Wasser, wenn es das auch aus der Leitung gibt? Um was-weiß-ich-wieviel günstiger.
    Das herzliche Lachen über solcherlei Dinge kann ich nur teilen.

  2. elassius schreibt:

    Das Wasser selbst aus dem Wasserhahn ist sicher weniger qualitativ als das „Biomineralwasser“, es ist halt nur ökologisch und ökonomisch sinnvoller und daher auf sekundärer ebene besser.

    Ein guter Wasserfilter negiert aber auch das qualitative Manko. 😉

  3. Tjeika schreibt:

    Eben drum ja.

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